20min Akt III – Wasser predigen und Wein trinken

Kürzlich hat eine 20min Story wieder für Aufsehen gesorgt – „SRF berichtet negativ über NoBillag“. Wir diskutieren hier nicht, dass der SRF neutral über alles Berichten sollte. Sondern wir schauen uns doch mal die Daten der Grafik der fög an.

In der Story wird stark gegen das SRF gewettert. Auch in den Kommentaren befasst man sich ausschliesslich mit der Negativität die das SRF der NoBillag Initiative entgegenbringt. Doch sollten nicht alle Medien ihre Pflicht wahrnehmen und relativ unabhängig über Initiativen berichten?

Die Originalgrafik

Schauen wir uns doch mal die Grafik der fög an:

Für mich auf den ersten Blick ganz klar eine Grafik, die nicht dafür geeignet ist darzustellen, ob der SRF oder andere Medienhäuser primär negativ über die NoBillag berichten. Denn die Spalte, die einem als erstes in den Blick fällt ist die blaue. Die blaue Spalte sagt aber nichts über den eigentlichen Sachverhalt aus sondern beschriebt nur wie viele Artikel die Zeitung zur NoBillag Initiative geschrieben hat. Die Kernaussage befindet sich in der Tonalität, der grünen Spalte. Dies ist keine Kritik an der fög sondern eher an dem, wie 20min diese Information beschreibt. Denn wie die Kommentare zu lesen sind, haben das eher wenige verstanden.

20min als „Gewinner der Grafik“

20 Minuten scheint hier mit einer Tonalität von -14 (es wurde eher ein bisschen Negativ berichtet, aber relativ nahe an 0 dran) ein gutes Vorbild zu sein. Interessant wäre es zu erfahren, wie diese Daten zusammen gekommen sind. 20min.ch schreibt oft extreme Berichte um mehr Klicks zu generieren. Hier denke ich, dass viele Berichte entweder extrem positiv (wie der Artikel, über den wir gerade sprechen) und viele, aber ein bisschen mehr, negativ sind.

Tonalität über die Medienhäuser

Andere Zeitungen die eher im negativen Bereich liegen fallen da schon mehr auf. Was mir aber auf den ersten Blick auch auffällt sind die enorme Anzahl von Tamedia Zeitungen die im negativen Bereich sind. Also habe ich die Daten kurz zusammengefasst und eine Gesamtübersicht der Tonalität über die einzelnen Medienhäuser erstellt:

In der Grafik ist klar zu sehen, dass die Tamedia doch einiges negativer über NoBillag berichtet als der SRF (welcher nur mit zwei Kanälen zu Buche schlägt, Tamedia hingegen mit acht). Die ganz negativen und positiven Ausreisser sind einzelne Zeitungen ohne Medienhäuser oder im Selbstvertrieb.

Fazit

Sollte sich also 20min Anmassen über das SRF so zu wettern, wenn das Mutterhaus nichts anderes macht? Oder sollten sich alle Medienhäuser an der Nase nehmen und versuchen neutrale Berichtserstattung zu machen? Die nicht-neutralen Berichte flattern ja sowieso über die Parteien ins Haus und auf den Bildschirm.

20min Akt II – Der Untergang

Personen die Werbung im Browser blockieren, werden in Zukunft von 20minuten.ch ausgesperrt. Diese drastische Massnahme ist es Tamedia Wert um die Einnahmen zu erhöhen. Dies ist die Geschichte von einer Dystopischen Zukunft, Gratis-Zeitung-Abos und über den Untergang der Gratis-Zeitung. 

Es ist der 01. November 2017. 20minuten.ch veröffentlicht ohne grosse Ankündigung einen Artikel: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/12709919
Keine Push Nachricht weisst darauf hin und der Artikel verschwindet auch nach wenigen Stunden aus der Top Page. Trotzdem geben sich 267 User die Mühe einen Kommentar zu erstellen. Der Top Kommentar hat sogar mehr als 2500 „Likes“.

Die kurz gehaltene Nachricht besagt folgendes: Tamedia wird auf all ihren Plattform im Verlauf von 2018 Adblocker Benutzer von den Tamedia News Portalen aussperren.
Diese Massnahme betrifft vorerst die Portale 20min.ch und tagesanzeiger.ch.

Wenn ich an 20minuten.ch denke, denke ich sicherlich nicht an Qualität. Auch eines der Gründe wieso ich genau auf dieser Seite den AdBlocker einschalte. Die Full-Screen Werbungen im Hintergrund und die Videos, bei denen immer eine Minute Werbung vorgespielt wird sind weitere Gründe. Würde 20minuten.ch auch Journalismus betreiben, und nicht dieser Aeuche des „Clickbait-ismus“ nachgehen, würde es sich tatsächlich lohnen hier auch Werbung zu sehen.

Doch Tamedia denkt gar nicht an die Verbesserung der Qualität. Für sie ist Werbung die einzige Einnahmequelle. Das verstehe ich natürlich. Aber Tamedia macht alles um dieses Einnahmepotential vollständig auszuschöpfen. Obwohl in der Nahen Vergangenheit einen Skandal mit den Werbeanbietern von 20minuten.ch und anderen Tamedia Portalen gab: http://www.20min.ch/digital/news/story/20minuten-ch-erneut-Ziel-von-Malware-Attacke-15457508

Gratis-Zeitungs-Abos und Dystopische Zukunftsaussichten

Tamedia-CEO Christoph Tonini gibt AdBlock User drei Optionen:

AdBlocker deinstallieren

Natürlich naheliegend ist das deinstallieren des AdBlockers. Man könne ja auch 20minuten.ch als Ausnahme hinzufügen – so verdient wenigstens nur Tamedia etwas daran und nicht auch noch die Konkurrenz. Für mich ein absolutes No-Go. Ich werde für 20min diesen erst deaktivieren, wenn die Qualität stimmt.

Wochenabo für 2.- pro Woche lösen

Für 104.- im Jahr kann man die Gratis Zeitung kaufen. Dafür gibt es keine Werbung. Somit bekommt Tamedia nicht nur das Geld für das Abo sondern auch unzählige an personalisierten Daten. Denn ein Abo benötigt ein Account. Ein super Deal also für Tamedia.

Werbevideo anschauen für 60min gratis Nutzung

Wer die Folge „Shut Up and Dance“ der Netflix Serie „Blackmirror“ kennt, muss hier schmunzeln. Die Folge beschreibt eine dystopische Zukunft in der man nur zum Star wird wenn man sich beim grossen bösen Medienunternehmen anmeldet und auf einem Drahtesel Punkte verdient. Das Schlafzimmer sowie auch das „Fitness Studio“ besteht nur aus Fernsehern auf denen Sendungen des Medienunternehmens laufen. Oft wird das Programm unterbrochen durch Werbung. Man kann die Werbung mit den hart verdienten Punkten überspringen oder die Werbung schauen. Sieht man aber absichtlich weg, merkt dies der Fernseher und fängt an penetrant zu piepsen. Die Tamedia Chef-Etage hat hier wohl ein bisschen abgekupfert.

Der Untergang

Falschnachrichten, Clickbait, Sponsored Posts und AdBlock-Block. Die vier Reiter der Apokalypse. Es gibt keinen Grund mehr auf 20minuten.ch gehen. Es gibt viele andere Nachrichtenportale die auch nur sda Nachrichten abtippen.

Folgend ein paar Alternativen:

watson.ch – Zwar vom ehemaligen Chefredaktor gegründet, bietet Watson.ch dennoch einmaligen Content an. Clickbait liegt an der Tagesordnung – aber die Posts hinter dem sind meistens lustig und / oder informativ. In vielen Teilbereichen (Watson Blogs) wird tiefgründig recherchiert und berichtet. Nicht eine Seite für tägliche News aber eine „Less Bullshit“ Seite zum sich selber informieren.

lokale Onlinezeitungen – Um Herauszufinden was aktuell so läuft, kann man gut auf die Lokalzeitungen zugreifen. Hier kann man doch gerne auch den AdBlocker deaktivieren – denn hier berichten echte Journalisten in ihrem eigenen Stil über das Tagesgeschehen. Meistens Qualität pur.

Internationale Onlinemagazine – Reuters, New York Times, The Atlantic, FAZ Online, Spiegel Online, …. Es gibt unzählige Internationale Medien in hoher Qualität. Hat man sich erst mal einen Überblick über die breite Medienlandschaft verschaffen, will man nie mehr zu 20min.ch zurück.

PiHole – Wer die Werbung deaktiviert, bevor diese überhaupt auf dem Computer landet, muss sich vor den neuen 20min Massnahmen nicht fürchten.

Prolog

Niemand mag Werbung. Niemand will Werbung. Dennoch gibt es gute Werbung. Es gibt Werbung die ist informativ oder im Hintergrund. Die Werbung kann unterhaltsam sein und gar nicht stören. Doch hier sind wir noch weit entfernt. Leser dazu zu zwingen die Werbung zu schauen ist einfach nur pervers. Passt aber irgendwie vor allem zu 20minuten.ch.
Ein Produktionsunternehmen würde zuerst die eigenen Produkte überprüfen, bevor diese zu drastischeren Massnahmen greifen.

 

 

This site now uses Google Analytics

This is a disclaimer – I’m using google analytics on my website now.

I have deactivated as much as you can in terms of letting google use the data. All data will only be used by me – will not be sold or anything. I’m doing this solely out of interest.

Wenn beim Roadtrip nichts schiefgeht, war es kein echter Roadtrip

Schweiz -> Deutschland -> Holland -> Belgien -> Luxemburg -> Schweiz. Dies ist die Geschichte vom Pannendienst, Strassen in anderen Ländern und hochgelobten Städten. Und wieso man es mit der Planung nicht so ernst nehmen sollte.

Die Geschichte beginnt mit einem wunderbaren Samstag Morgen. Wieso dieser Wochentag eventuell nicht so perfekt gewählt wurde, erzähle ich später. Das Reisegepäck ist im Auto verladen und es kann losgehen. Wohin? Köln.

Das Hauptziel der Reise war Amsterdam. Dies ist eine relativ lange Fahrt von Luzern aus. Deshalb haben wir uns entschieden in Köln einen Zwischenhalt zu machen. Wir haben viel von Köln gehört und uns schon gefreut auf das Kölsch und den Dom.

Bei starkem Regen waren wir auf der Autobahn unterwegs. Nach Rust und dem Europapark fiel uns auf, dass wir eigentlich noch nie weitergefahren sind als hier. Immer den Autobahnschildern Richtung Karlsruhe nach. Aber nie ganz nach Karlsruhe.

Wie das Schicksal so will sind bei meinem geliebten Fiat Punto dann die Scheibenwischer ausgefallen. Man muss das echt erlebt haben, bei starkem Regen ohne Scheibenwischer auf der Deutschen Autobahn zu fahren. Zum Glück kam bald eine Ausfahrt – Karlsruhe.

Jeder, der schon einen Fiat besessen hat weiss, dass alle Probleme mit Ab- und Anschalten des Motors gelöst sind. Also um so grösser war der Schock als dies nicht funktionierte. Also zuerst mal der Versicherung anrufen, Pannennothilfe. Meine Versicherung (Zurich) hat mich ganz kalt am Telefon abgewimmelt. „Können wir nichts machen, Sie sind im Ausland.“. Ist ja OK – aber immerhin eine Alternative bieten oder wenigstens kurz die Nummer des örtlichen Pannendienstes raus suchen? Nein. Zum Glück war die Pannenhilfe der Helvetia Versicherung meiner Roadtrip-Genossin viel hilfreicher. In kurzer Zeit war der ADAC vor Ort.

ADAC Böhler

Die Freude verging aber schnell, als der ADAC einen defekten Scheibenwischermotor festgestellt hat und uns bis Montag vertrösten musste. Samstags und Sonntag arbeitet ja keiner und es können auch keine Teile geliefert werden. (Tipp – Unter der Woche reisen, am Wochenende irgendwo bleiben).

Naja Karlsruhe hat ja sicherlich auch etwas zu bieten. „Nö“, sagt der Taxifahrer der uns ins Hotel fährt.

Karlsruhe

Wir wussten rein gar nichts von Karlsruhe. Am Anfang waren wir so beschäftigt in Köln alles abzusagen und neu zu organisieren, dass wir gar nicht wirklich Zeit fanden uns gross zu informieren.

Doch es stellt sich heraus – Karlsruhe ist schön. Eine wirklich nette kleine Stadt mit viel Grün, sehr guten Restaurants und einem Schlösschen.

Nach einer kleinen Erkundungstour am Vorabend, beginnt der Tag im Stadtpark. Der Stadtpark hat einiges zu bieten, wie z.B. ein kleiner Zoo in dem viele ältere Tiere beherbergt werden.

Der hungrige Vogel beobachtet das Füttern der Seelöwen ganz genau
Der hungrige Vogel beobachtet das Füttern der Seelöwen ganz genau

Im Stadtpark lernen wir auch etwas zur Geschichte von Karlsruhe. In etwa das es hier mal einen Karl gab und das er gerne Fahrrad fährt.

Ein Highlight von Karlsruhe waren die Schlosslichtspiele! Das Schloss von Karlsruhe (heute das Badische Landesmuseum) wurde mit ca. 24 Beamern beleuchtet. Hier ein paar Eindrücke:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach 2 Tagen und nachdem wir Karlsruhe gefühlt auswendig kannten, die super Nachricht des ADAC: Wir können weiterfahren!

Amsterdam

Ungefähr fünf Stunden Fahrt trennten uns von Amsterdam. Nach zirka vier Stunden fuhren wir von der rauen deutschen Autobahn auf das Asphalt Paradies in Holland. Kaum in Holland angekommen, hat sich der neue Scheibenwischermotor schon bewährt. Nicht etwa weil es regnete, sondern weil der Bauer sein Tulpenfeld neben der Autobahn bewässerte.

Noch vor Einbruch der Dunkelheit sind wir auf dem Camping Zeeburg angekommen. Dieser Camping ist etwas speziell, da es keine festen Zeltplätze gibt. Es hat einfach zwei Felder wo das Zelt irgendwo hingestellt wird. Natürlich hatten wir das grösste Zelt dabei, dass man noch zu zweit aufbauen kann und es fehlten immer ein paar Zentimeter damit es Platz hatte. Wir durften schlussendlich den „Strand“ benutzen und unser Zelt in absoluter Dunkelheit aufbauen.

Der Strand machte den Wecker am morgen obsolet (um genau 06:00 Uhr sammeln sich da die Enten für ein Konzert der Sonderklasse). Jedoch hat die Aussicht früh am Morgen das wieder gut gemacht.

Aussicht aus dem Zelt heraus
Aussicht aus dem Zelt heraus

Am nächsten Tag stellte sich schnell die Frage „Was macht man bei schlechtem Wetter in Amsterdam wenn man nicht Kifft?“ Naja, eigentlich nichts. Das ist jetzt auch nicht so extrem übertrieben denn der ganze Tourismus ist auf das ausgelegt.

Trotzdem konnten wir einen wunderbaren Nachmittag und Abend mit Heineken erleben. Wir haben die VIP Tour gebucht. Ein kleiner Rundgang, ein Bier, dann ein Bier-Tasting mit Käse und nach dem ganzen Bier neue Freunde für den Abend (und noch mehr Bier). Wer die VIP Tour nicht bucht, hat echt was verpasst.

Am nächsten Tag konnte uns der Amsterdam Dungeon überzeugen. Hier habe ich auch gelernt, dass der Name „Anja“ scheinbar in Holland nicht sehr üblich ist. Die „Witch“ mit dem „Weird Name“ zu sein ist ja auch ganz lustig.

Zurück auf dem Camping erwartet uns ein Zettel am Zelt – Wir sollen doch endlich unser Zelt vom Strand wegnehmen. Haben wir auch gemacht, am nächsten Morgen und sind weiter gefahren.

Tipp für Informatiker: Wer keine Schnur hat kann auch sehr gut ein 5m Ethernet Kabel verwenden um ein nasses Zelt zusammen zu binden.

Weiter gehts, eine zweistündige Reise ins unbekannte Belgien.

Gent

Schon mal was von Gent gehört? Wir auch nicht. Eigentlich wollten wir nach Brüssel. Wir haben dann „Brüssel Walking Tour“ gegoogelt (man will ja was von der Stadt sehen) und sind dann in vielen Foren auf die Gent Free Walking Tour gestossen. Die zweistündige Tour haben wir dann auch gleich nach Ankunft gemacht. Und es war eine der besten Touren die wir bis jetzt miterleben durften.

Auch Gent selber hat uns sehr überrascht. Eine Mittelalterliche Stadt mit viel Charme und viel Bier. Der Funken sprang sofort über als wir aus dem Hotel gekommen sind.

Gent braucht nicht viele Worte, hier ein paar Eindrücke:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Man kann natürlich nicht von Belgien sprechen ohne Bier zu erwähnen. Bier hatten wir – viele unterschiedliche. Sogar das beste Bier der Welt! Das Delirium Tremens.

Es gab auch viele andere Biere. Aber mein persönlicher Favorit war der Genever. Es gibt ihn in allen Farben und Geschmacksrichtungen. Für 2.50€ gibt es 2cl vom köstlichen Wacholderschnapps. Nach 7.50€ muss man sich dann schon etwas zu Essen besorgen.

Und essen kann man gut in Gent. Es gibt eine ganze Strasse voller unterschiedlicher Restaurants. Auch Sushi Liebhaber kommen auf ihre Kosten – das gibt es nämlich fast schon an jeder Strassenecke. Aber was wäre Belgien ohne Pommes Frites? Kleiner Tipp: Auch wenn ihr Mayonnaise liebt, bestellt lieber ohne Mayo. Meine Hand als Grössenvergleich:

Pommes Frittes mit Mayonaise
Pommes Frittes mit Mayonaise

Die Zeit in Gent war schnell wieder vorbei und wir mussten aufbrechen. Nach Luxembourg.

Auf dem Weg durften wir die wahrscheinlich schlechtesten Strassen in ganz Europa befahren: Die Belgische Autobahn. Alle 50 Meter mindestens ein Schlagloch, der Asphalt auf den Einfahrten war nur noch zur Deko da und der Belag war der Lauteste auf dem ich je gefahren bin.

Naja, das Auto hat es überstanden. (Bis auf ein defektes Kugellager)

Luxembourg

Luxembourg ist klein, teuer und sieht noch schön aus so. Aber grundsätzlich muss ich zugeben, dass sich dieser Stop nicht gelohnt hat (ausser das er die Fahrtzeit nach Hause fast halbiert hat).

Wirklich, wenn man nicht auf die Architektur steht oder gerne 8 Stunden lang den Berg auf und wieder runter läuft, dann ist Luxembourg nichts.

Ab nach Hause

Nach neun Tagen Abenteuer stand nun die Heimreise an. Wir wussten ja, dass die französische Autobahn etwas teurer ist – aber gleich fast 18€ für ca. drei Stunden Fahrt auszugeben war dann schon ein bisschen übertrieben. Zum Glück führte die Strasse durch das schöne Elsass.

Einige kleine Tipps können wir hier mitnehmen, für das nächste Mal:

  • An Wochentagen fahren, am Wochenende bleiben. Man weiss ja nie wann das Auto kaputt geht.
  • Mit der Planung sollte man es nicht so ernst nehmen. Ein Roadtrip ist nichts für Personen die einen strikten Ferienablauf benötigen.
  • Es kann auch zu viel Mayonnaise sein.
  • Wenn man online nichts spannendes über eine Stadt findet, dann ist die auch nicht spannend.
  • Man kann praktisch alles stornieren. Auch wenn es bei der Bestellung heisst, dass es nicht möglich ist! Einfach anrufen.

Es waren tolle, eindrückliche und schöne Ferien. Ich kann jedem empfehlen mal ins Auto zu steigen und grob in eine Richtung zu steuern.

20min.ch – Die Schweizer Clickbait Maschine

20min.ch hat wohl nicht den besten Ruf den man sich vorstellen kann, dennoch ist die gratis und online Zeitung eine der meistgelesenen der Schweiz. Dies sollte doch genug sein, um sich professionell zu verhalten? Scheinbar nicht, beweist 20 Minuten.

Clickbait, Clickbait und noch mehr Clickbait

Ich gebe zu, auf 20 Minuten sind sehr selten Artikel die dem Prototypen von Clickbait entsprechen. Mit dem meine ich Artikel welche ca. folgenden Titel haben:

„Du wirst nicht glauben was dieser Mann gemacht hat!“
„Es war ein ganz normaler Ausflug, bis etwas passiert ist!“

Nein, 20 Minuten ist da viel dezenter. Die Redaktion macht es sich scheinbar zum Hobby, Vorschaubilder und Texte einfach mal anzupassen.

Ein erstes Beispiel ist folgendes:

Links sieht man das Vorschaubild des Artikels. „25 Kilo Gold aus Zürcher Müll gesammelt“. Auf den ersten Blick kann man das Gold in dieser Mulde fast sehen. Da glänzt doch was oder? Nein. Das Originalbild (welches nicht einmal von der Zürcher Abfallentsorgung stammt) hat kein einziges Stückchen Gold drin. Was für eine Überraschung! Dafür durfte ich die laute, animierte Werbung auf der Seite anschauen. Danke.

Der Artikel befindet sich hier.

Ein weiteres Beispiel ist das folgende. Machen wir es ein bisschen spannender. Der Artikel wurde so auf Facebook gepostet:

Zigarettenstummel auf Gleisen kosten ein Vermögen! Milliarden sollen es sein. Die SBB macht zwar nur 87.7 Mio Franken Umsatz im Jahre 2015 aber trotzdem geben die Milliarden für die Entfehrnung der Zigarettenstummel aus.

Schon gewusst? Titel von verlinkten Facebook Einträgen kann man anpassen. Und das wurde hier scheinbar auch willentlich gemacht um mehr Personen anzulocken. Klicken wir doch mal auf den Artikel:

Ach was ist den nun passiert? Es sind nur noch Millionen? Wirklich? Keine Ahnung. Um das herauszufinden müsste ich mir das Video inklusive 30 Sekunden Werbung anschauen. Hier der Artikel.

Vorallem das Thema SBB scheint 20 Minuten wahnsinnig zu interessieren. Jeder kleine Fehler der die SBB macht wird sofort veröffentlicht. Am besten noch via Push Nachricht! (Aber das etwas für ein anderes mal)

Und das war auch noch längst nicht alles! Beispiele:

20 Minuten hat IS Propaganda veröffentlicht.

20 Minuten hat unverpixelte Bilder eines misshandelten Kindes veröffentlicht.

20 Minuten hat einfach mal ihre Zeitung fast unleserlich gemacht weil Werbeeinahmen.

Und zum Schluss dieser nicht abschliessenden Liste:

20 Minuten macht eins auf Blick und streicht kurzerhand das Wort „Privatsphäre“ aus dem Duden.

 

All die angesprochenen Fälle dienen nicht dazu einen guten Journalismus zu bieten, sondern sind rein auf Klicks und Geldmacherei ausgelegt.

20 Minuten hat eine gewisse Verantwortung

Ich persönlich finde, dass 20 Munuten eine Verantwortung hat. Und zwar als meistgelesene Zeitung der Schweiz die Bevölkerung zu informieren. Es darf lustig sein, es dürfen auch komische Artikel erscheinen oder man darf auch irgendwelche Nacktbilder als Thumbnail verwenden (wenn es zum Artikel passt).  Auch ist es völlig klar, dass 20 Minuten von Werbeeinahmen lebt. Das ist auch gut so – so machen Sie Nachrichten für alle zugänglich. Aber aktiv Nachrichten zu manipulieren um mehr Besucherzahlen zu erreichen ist nicht das Mittel zum Weg.

Bis 20 Minuten nicht wieder zum Journalismus zurückkehrt, rate ich allen an, die Seite nicht mehr zu besuchen. Oder ganz einfach einen Adblocker im Browser zu installieren.

 

Das nächste Segment über 20 Minuten (welches in einer Woche bis drei Jahre veröffentlicht wird) wird sich der Kommentarfunktion witmen. Nicht nur das aktive Fördern von rassistischen und doxxing Kommentaren sind Thema sondern auch die Zensur von nicht erwünschten Inhalten (wie z.B. Kommentare über den Artikel selbst).

 

 

 

 

Switzerland: Warning about „werbesperre.ch“ and Geminis Marketing AG / How to stop cold sales calls

If anyone of you (or more likely your parents) runs into a Problem with werbesperre.ch / Geminis Marketing GmbH read this thread:
So my mother recently received a phone call from them promising her to stop all unwanted advertisement / selling phone calls for as simply as 85.- per year!
She said „Yes of course I want that!“…

This is a huge scam. See this article in German on srf.ch.
The verbal contract is not legal.
You can send them a letter here (attention – instant download) where you just have to fill in your address and sign.

Whatever you do – don’t call them. It’s not worth your time. The people are unfriendly and unhelpful and will just make you angry.

Why isnt‘ the contract legal?
The person on the phone won’t be telling you that you can do all they do for free. And they won’t tell you the effective cost that will result in saying yes to their services.
All this is against Art. 24 ff. OR (the obligatory right).

If they bother you or someone you know fill in the SECO complaint form: here

You can fight this contract and no one has to pay!

How to do their services yourself in 5 Minutes for free
1. Update your contact data in the Swisscom Directories (local.ch) https://customercenter.local.ch/update (you can add the „Star Entry“ = No Ads later in the update process.
2. Put your Phone Number into the „Robinson-List“. A List most Callcenters relay on for not calling those numbers. Of course, this doesn’t count for foreigin call centers but it’s a good start. http://sdv-konsumenteninfo.ch/selbstregulierung/robinsonlisten/

After 14 Days both entries are online. If you will then receive any advertisement / cold sales call, report the company here: SECO Form

If we all do this we can slowly, step-by-step, eliminate most cold sales calls.

How to sensitize people?
What I’ve found works best is to ask „How do you think they got your number?“. Soon they realize sales people just gather all numbers from some unknown point – or just generate them. They will realize that this can’t be serious business.

Apache Maven Installation on Windows with Eclipse

a little handy guide on how to install Maven with Eclipse on Windows for those who are a bit lost.

This Guide will tell you How to Install Maven, How to get it into Eclipse and how to import a Maven Project.

Preparation

1. Download Maven from Apache’s homepage: https://maven.apache.org/download.cgi
Take the Binary ZIP Archive download!

2. Extract the folder to whatever location you want.
I suggest you take c:\Program Files where all other programs are stored.
Navigate to the folder until you see „Bin“, „Boot“, „lib“ and the „conf“ folder – Copy the folder path into your Clipboard (CTRL+C).

3. Set up the environment variables
Right Click on your Windows Logo (windows 10) -> System -> „Advanced System Settings“ on the left -> „Environment Variables“ on the bottom.

Under System Variables say „New…“:
Variable Name: M2_HOME
Variable Value: CTRL+V the Path from Step 2
Click OK.

Again, say „New…“:
Variable Name: MAVEN_HOME
Variable Value: CTRL+V the Path from Step 2

Eclipse

Now we have to verify that the Maven Plugin is in Eclipse.

1. Open Eclipse and go to „Help“ -> „Installation Details“

Maven is installed within Eclipse

If you see those two m2e plugins, you can skip to „Import Maven Project“. If you don’t see them follow the next steps on how to install the Maven Plugin.

2. Close the „Installed Software“ and Click again on „Help“ then „Install new Software…“

3. Click on „Add“ and add the following Repository:

Name: m2e
Location: http://download.eclipse.org/technology/m2e/releases

4. Now choose that Repo in „Work with“ and tick the checkbox that shows up.

5. Click Next until you reach the License Agreements – Accept those and click further next until Eclipse starts the installation. Restart Eclipse on prompt.

Import a Maven Project

  1. Go to „File“ -> „Import…“

2. Expand the folder „Maven“ and choose „Existing Maven Project“

3. Choose the Directory you have saved your Project (Git or similar)

4. Hit „Next“ until Eclipse starts working on importing the Project. All dependencies that are needed are installed with this process.

 

 

Powershell: Send a message to all user within a Citrix Delivery Group

Usage:
send-ctxmessage -DesktopGroupName DG1 -Time "20 Minutes"

You can add different parameters and put them into your message text!
So by adding a $Application parameter you will be able to do the following:
sent-ctxmessage -desktopgroupname DG1 -Time "20 Minutes" -Application "AppXY"
Modify your message:
Send-BrokerSessionMessage -AdminAddress $AdminAddress -InputObject $session -MessageStyle Information -Title "Update of $Application" -Text "In $Time there will be an Update for $Application."

What the User will receive:
Update of AppXY
In 20 Minutes there will be an Update for AppXY

function send-CTXmessage{
    param( 
            [string]$DesktopGroupName,
            [string]$Time,
            $adminAddress = "Insert Name of Controller here!"
         )
    $ErrorActionPreference = "Stop"
    try
    {
 
        Add-PSSnapin Citrix* -ErrorAction Stop
        $arrSrv = get-brokerMachine -adminAddress "$AdminAddress" | where-object {$_.DesktopGroupName -eq "$DesktopGroupName"} | select-object MachineName
        
        
        
            
         foreach ($srv in $arrSrv) {
                
                 $arrSessions = @()
                 $arrSessions = Get-BrokerSession -AdminAddress $AdminAddress -MachineName $srv.machineName | Sort-Object

                 foreach ($session in $arrSessions){
                     
                     Send-BrokerSessionMessage -AdminAddress $AdminAddress -InputObject $session -MessageStyle Information -Title "Insert Message Title here" -Text "In $Time there will be some Update, please log off"                        
                     write-host "User "$session.UserFullName" Message send" -foregroundColor Green
                 }
         }
        
    }
    catch
    {
        write-host "Caught an exception:" -ForegroundColor Red
        write-host "Exception Type: $($_.Exception.GetType().FullName)" -ForegroundColor Red
        write-host "Exception Message: $($_.Exception.Message)" -ForegroundColor Red
    }
    finally
    {
        write-host "--End Script--"
    }
 }


Worst Kickstarter Projects #2: The flying Car attachement

Let’s be honest: you don’t have to look to long for horrendous Kickstarter Projects.
How many people think Kickstarter is where you get money from random people for showing nothing at all?

Yeah I need a bazillion dollars for this Idea. I need to hire NASA scientists to accomplish it. $1000 and I’ll send you a thank you letter

Guys, Kickstarter is for people with real ideas and real products that may hit the market. Show us what you can and not what you thought off while being in the shower.

Anyway, this caught my attention today:

The flying Car attachment

So important it has its own abbreviation! the F C A.

Overview

Ah yes. Who doesn’t love Kickstarter Projects with real and good looking project pictures? You do? Wow then you need to look at this:
KFCA1
Doesn’t that look great. I didn’t knew you can do such fine lines in MS Paint!

The idea is quite nice. The project leader wants to create an attachment for your car so it will be able to fly! well that sounds great. We haven’t yet made skateboards fly but a car should work!
The reason behind this is that after the project has finished (1-2 Years as he stated) you won’t have to buy a new Tesla HoverX no! You can just convert your old Chevy into a Hovercar!
While this may sound nice to a twelve-year-old, you should consider that it probably is a really thigh schedule! I rather trust Elon Musk to come up first with this stuff.

Sounds like he got the blueprints in his pocket and just needs money to fly off right? False!
What he needs is money and a team of Engineers and Scientists!

Risk and Challenges

Well as stated above, the team is not yet complete. Needs some Einsteins for the monkey work.

Also the Project Leader states that the Roads may not be ready for flying cars. But in those 1-2 years project time he will change this with some sort of organizations. Nice right? Finally someone who changes something in the world.

Rewards

$25 – You’ll get updates! On the project that will change how public infrastructure works today! What a steal. (1 Backer)
$50 – You’ll get Pictures! I don’t know if you’ll get updates as well but man some nice Pictures! (0 Backers)
$100 – A thank you letter. Aw that’s nice! And is this real – a 5GB USB Stick with Pictures. Where the heck does he get a 5GB USB Stick? Man he must be magic. (0 Backers)
$250 – A Thank you letter. A magic 5GB USB Stick. Updates on the Project – so yes they were not included in $50 and $100. And you will be the first one to BUY this magical piece of FCA! With Signatures! (1 Backer, we know you are the creator)

Each Reward is limited except for the $25. How much does he want?

Well only One Million Dollars.

… wait a minute
1500 x $ 50 = $ 75’000
2000 x $100 = $200’000
2000 x $250 = $500’000

This adds up to $775’000. He would hit a bit more than three-quarters of the million if all limited Rewards were gone. d’uh. (5500 Backers)
That would mean he’d need an additional 9000 Backers to just gift him $25 for a bit of updates. That’s great math dude, how did you want to design that thing again?

Summary

I don’t even know what to say. Do people open these kickstarters up to see how many dumb people there are? Or did little 12 Year old Johnny get permissions to use the Family Computer all alone?

This can’t be real.

Tales from the IT World – Our Future

So I had a class of about 15 apprentices in IT. It was their first year so most of them were still very lucky to be here and lucky to learn new stuff.
And then there was Tim (name changed).

Tim is 15.
Tim didn’t want to be there. He didn’t want to learn. He had zero interest in IT apart from Let’s Play Youtube Channels and Twitter.

The students had two stations to work from. One to document and research and a lab where they had to patch themselves and install their workstations.
The documentation stations are controlled with a classroom software from which I can turn off the internet on the machines and look at the display from the teacher console.

So after a couple of days of Tim not doing anything at all he was likely to fail if he didn’t start now. I’ve told him several times but he’d done nothing.
So I thought of something different:

STEP 1:
His Twitter feed was quite funny on the projector on front. His Facebook as well. The whole class thought it was funny but Tim didn’t realize he was being published up front. So I closed because I felt a bit ruthless. (How can he not notice?? – Oh well yes he never ever looked up from his monitor the whole course).
STEP 2:
I shut down the internet on his documentation machine.
Tim started to get angry and asked everyone else (they were all in the lab) if they had internet. He got so angry nobody helped him. He sat at another machine that was unlocked and continued surfing.
I shut down his internet there. He went red and angry.
STEP 3:
Tim went to the lab. Angry that the internet was out and happy that the internet still worked there.
I let him surf for a while (just so he doesn’t start throwing tables around) and went to the lab.
I looked at him cheerfully while saying „Tim what does happen if I unplug this patch cable?“. He said „I don’t know.“
I unplugged it.
Tim lost access to the network on his lab machine.

Tim continues to get angry and check his machine if anything is wrong.
… He doesn’t get it that I just have unplugged his cable.

They’re all here voluntary and I’m sure there are so many young adults that would like to be there instead of Tim. This is our future. There are more and more students like Tim.